Nasenchirurgie HNO Paderborn-Geseke

Nasenscheidewand- und Nasennebenhöhlen-OP

Eine schiefe Nasenscheidewand kann zu einer behinderten Nasenatmung führen. Wenn alle konservativen Möglichkeiten ausgeschöpft sind und der Patient unter der Nasenenge leidet, dann sollte eine Operation durchgeführt werden. Die Operation erfolgt unter Vollnarkose. Um den Operationserfolg sicherzustellen, werden in der Regel zwei Silikonstützfolien nach der Operation beidseits an die Nasenscheidewand befestigt. So kann die Stabilität der Nasenscheidewand nach der Operation gewährleistet werden. Einblutungen in den Raum zwischen den Schleimhautblättern und dem Nasenscheidewandknorpel kann so vermindert werden. Aufgrund des Laser-Einsatzes kann auf eine beidseitige Nasentamponade für 1- 2 Tage verzichtet werden. Die Folien können nach dem 5. Tag wieder entfernt werden. In speziellen Fällen können die Folien zur Stabilisierung auch länger in der Nase belassen werden. In manchen Fällen reicht die Nasenscheidewand-Korrektur allein nicht aus, um eine einwandfreie Nasenatmung zu erzielen. Häufig wird die Scheidewand-Korrektur mit einer Verkleinerung der Nasenmuscheln (Konchotomie) kombiniert. Hierzu gibt es verschiedene Techniken. Die am häufigsten durchgeführte Methode ist die Streifenkonchotomie der unteren Nasenmuschel. Mittlerweile kommen aber auch zunehmend Lasersysteme und Radiofrequenztherapie zum Einsatz. Für welche Methode sich der Operateur entscheidet, hängt von seinen operativen Erfahrungen ab. Wir bevorzugen die Laser-Konchotomie, weil wir damit die besten Ergebnisse erreichen können. Die Radiofrequenz hatten wir ebenfalls getestet.
 

Die Nasennebenhöhlenchirurgie, auch als NNH-OPERATION oder Pansinus-Operation bekannt, kann mit der Scheidewand-OP und der Konchotomie kombiniert werden. Untersuchungen wie Computertomographie der Nasennebenhöhlen (CT-NNH) oder 3D-Röntgen (DVT)  werden vor jeder Nasen-Operation durchgeführt, um eine chronische Sinusitis auszuschließen. Diese Bilder zeigen uns die schwere des Befalls der Nasennebenhöhlen mit Polypen. Bei der OP werden dann die Polypen vollständig entfernt, damit sie nicht mehr wieder nachwachsen. 

Risiken und Komplikationen

Bei jeder Operation kann es zu Komplikationen kommen. Bei der Nasenoperation ist die Nachblutung ehr selten. Meistens bildet die Nase in den ersten Tagen einen blutig schleimigen Nasenfluss, welcher in der Regel nach 1 - 2 Wochen wieder abklingt. Einblutungen im Bereich der Nasenscheidewand (Septumhämatom) sind aufgrund der eingelegten Nasenfolien eher selten, das Risiko kann aber durch Schneuzverbot für 3 Wochen noch weiter deutlich minimiert werden. Weitere Komplikationen sind zu nennen: Entstehung von einem  Loch in der Nasenscheidewand (Septumperforation), unter Umständen eine Einsattelung im Bereich des Loches, Sattelnase und Pseudo-Höckernase. Auch Verwachsungen innerhalb der Nase können nach der Operation auftreten. Durch die eingelegten Folien können aber Verwachsungen der Schleimhäute reduziert werden. Ein taubes Gefühl kann sich manchmal im Bereich der Oberlippe und an den oberen Frontzähnen vorübergehend einstellen, welches aber nach Wochen in der Regel wieder verschwindet. In wenigen Fällen kann es nach dem Eingriff durch Narbenzug zu einer erneuten Verbiegung an der Nasenscheidewand kommen, so dass wieder eine behinderte Nasenatmung auftreten könnte. Trockene Nase oder Riechstörung sind seltene Folge einer operierten Nase.

 

Verhalten nach dem Eingriff

In den ersten drei Wochen nach dem Eingriff sollte eine körperliche Anstrengung vermieden werden. Haare waschen und kurzes Abduschen mit lauwarmem Wasser ist erst nach einer Woche nach dem Eingriff erlaubt. Denn Wärme im Nackenbereich kann die Durchblutung steigern und eine Nachblutung hervorrufen. Bis zu vier Wochen nach dem Eingriff sollte die Nase nicht geschnäuzt werden (Schnäuzverbot). Wenn die Nase mit Schleim und Sekret verlegt ist, kann durch eine Nasenspülung mit Salzwasser Abhilfe geschaffen werden. Die Nasenspülung sollte nach der Folienentfernung konsequent ca. vier Mal am Tag angewendet werden. Das Hochziehen (Hochschnäuzen) ist in diesem Fall erlaubt und sinnvoll. Zweimal täglich sollte mit Hilfe einer Spritze weiche Wund- und Heilsalbe in die Nase eingebracht werden. Dazu reichen ca. 1,5 ml pro Nasenseite aus.  Meistens ist die Nase nach der Operation noch angeschwollen, so dass auch regelmäßig zur Abschwellung der Nase Nasenspray verwendet werden sollte.